Brockhaus geht online
Wer etwas auf sich hielt oder vom Bildungshunger getrieben war, hatte den Brockhaus zu Hause. Das war einmal. Heute ist das Internet die Wissensquelle. Kommt Brockhaus zu spät?
Können Sie sich das vorstellen – ein Brockhaus ohne Blättern?
Vermutlich schon, denn wenn Sie Blogs lesen, dann dürften Sie auch schon seit einiger Zeit Ihre Infos im Internet holen.
Wie viele andere Verlage hat Brockhaus den Internet Trend verschlafen und will jetzt mit einem werbefinanzierten Lexikonportal online gehen.
Das heisst, dass es bei der derzeit aktuellen 21. Auflage des berühmten Nachschlagewerkes wohl bleiben wird.
Geht auch ein Brockhaus mit der Zeit?
Die Verkaufszahlen der letzten Jahre zeigten, wo heute Wissensdurstige ihre Informationen holen: im Internet. Die Sonderedition des vergangenen Jahres rechnet sich nicht, obgleich man werbewirksam mit Kunstwerken die Buchrücken zierte. So ist es unwahrscheinlich, dass es zu einer 22. Auflage kommt.
Woher holen Sie sich ihr Wissen?
Sie liegen absolut im Trend, wenn Sie sich ihr Wissen via Net suchen. Über das Web lassen sich heute in kurzer Zeit die Informationen holen, die wir suchen. Denken wir nur an Wikipedia. Die von ihren Nutzern erstellte Online-Enzyklopädie zeigt seit Jahren, was Wissensbeschaffung im Internet bedeutet.
Wissensportale im Net
Den Zeichen der Zeit folgen auch andere Verlage und so startete u. a. auch der Spiegel-Verlag und Bertelsmann im Verbund mit Wikipedia ein Wissensportal.
Die bisher bestehenden Portale haben gezeigt, dass sie durchaus mit einer Enzyklopädie wie dem Brockhaus oder der Britannica konkurrieren können.
Brockhaus geht online
Am 15. April 2008 startet Brockhaus also sein umfangreiches und kostenloses Lexikonportal. In bester Tradition verpflichtet sich der Verlag nur relevante und geprüfte Informationen aus allen Wissensgebieten zu liefern. In der multimedialen Ausstattung des Portals will er neue Massstäbe setzen. Das Wissensangebot gibt es unter www.brockhaus.de.
Wenn Sie also das nächste Mal in ihrem Brockhaus blättern, dann hat das schon etwas mit Nostalgie zu tun.
Ja, es ist gut, dass nun zu Wikipedia eine neue Wissensquelle im Internet ist. Nur, kann Brockhaus den Rückstand aufholen?
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